Januar

mu-tsuki

Nationalfeiertage (nenchu gyoji):

01.01 – Neujahrstag (ganjitsu)

Am Neujahrstag (ganjitsu) und die darauffolgenden zwei Tage werden O-sechi Ryori serviert. Dies sind besondere Speisen, die für die ersten drei Tage des Jahres zubereitet werden (diese Tage nennt man San-ga-nichi). Diese ausgefallenen Speisen werden im Voraus zubereitet. Weil während der Feiertage nur wenig gekocht wird, werden die Zubereitungsmethoden und Zutaten sorgfältig ausgewählt, um zu gewährleisten, dass alles drei Tage lang frisch bleibt. Traditionell repräsentiert jede der Speisen einen Wunsch nach Glück und Erfolg für die Familie. So serviert man beispielsweise gekochte schwarze Sojabohnen (Mame) in der Hoffnung, dass jeder ein gesundes (mame) Leben führt, sowie Heringrogen (Kazu-no-ko, was man mit „viele Kinder“ übersetzen kann) in der Hoffnung, dass die Nachkommen zahlreich sein mögen.

20.01. – Tag der Mündigkeitserklärung

In Japan wird man mit 20 gesetzlich volljährig und erhält somit das Recht zu wählen, Alkohol zu trinken und Zigaretten zu rauchen. Am Tag der Mündigkeitserklärung (Seijin-no-Hi) feiern junge Menschen, die in dem Jahr ihren 20. Geburtstag haben, den Anfang des Erwachsenenalters. Überall im land versammeln sich auf Gemeindefeiern junge Männer in Anzügen und Frauen in farbenprächtigen Kimonos, um Ansprachen und Darbietungen beizuwohnen, die in ihnen das Bewusstsein ihres neuen Status als Erwachsene erwecken sollen.

Regionales Brauchtum (matsuri):

07.01. - Jinjitsu / Nana-kusa

Nach einem alten chinesischen Brauch werden fünf der alten Sekku (spezielle Feste) noch immer gefeiert: am /. Januar, 3. März, 5. Mai, 7. Juli und 9. September. Am ersten dieser Tage, Jinjitsu, kocht man sieben Kräuter, darunter Seri (Brunnenkresse), Nazuna (Hirtentäschel) und Gogyo (Sumpf-Ruhrkraut) in einem Reisbrei, der den Göttern dargeboten und später von den Familienmitgliedern gegessen wird.

15.01. - Dondo-yaki

Neujahrsdekorationen, wie Kado-matsu (Neujahrskiefer) und Shime-kazari (Strohseilornamente), werden zum Nachbarsschaftsschrein oder einem anderen Ort gebracht und verbrannt. Das Aufwärmen an den Flammen soll angeblich gute Gesundheit und Glück für das ganze Jahr bringen. Dieses Ritual wird im ganzen Land vollzogen. Besonders bekannt ist das Ereignis am Torigoe-Schrein in Tokyo.

Sonstige Festtage / Events / Daten:

01.01. – Kaiserpokal-Meisterschaftsspiel, Nationalstadion von Tokyo

Japanische Amateur- und Profifußballmannschaften wetteifern miteinander um den Kaiserpokal in einem prestigeträchtigen Turnier, das über 80 Jahre zurückreicht.

02.01. – Neujahrsgruß der Kaiserfamillie an die Bürger

Das Gelände des Kaiserpalastes in Tokyo ist normalerweise für die Öffentlichkeit gesperrt, doch am 2. Januar kann jeder eintreten, um den Mitgliedern der Kaiserfamilie, die von einem Balkon aus der Menschenmenge im Ostgarten zuwinken (Shin-nen Ippan Sanga), seinen Neujahrsgruß zu bieten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erhielten alle Bürger das Recht, das Palastgelände zu diesem Zweck zu betreten.

01.01. bis 03.01. – erster Schrein- oder Tempelbesuch des Jahres (Hatsu-mode)

Der erste Besuch eines Schreins oder Tempels am Jahresanfang, bei dem man um Gesundheit für die Familie, eine Beförderung, Weltfrieden usw. bittet. Früher pflegte man den Besuch am Silvesterabend unter dem Geläut der Gongs abzustatten. Heute ist es üblich, an einem der ersten drei Tage des jahres zu gehen. Millinonen von Menschen besuchen berühmte Tempel und Schreine, wie z. B. den Meiji-Schrein (Tokyo), den Naritasan Shinsho-ji-Tempel (Präfektur Chiba), den Kawasaki Daishi-Tempel (Präfektur Kanagawa), den Yasaka-Schrein (Kyoto) und den Sumiyoshi-Schrein (Osaka).

11.01. – Abschneiden der Neujahrs-Reiskuchen

Während der Neujahrsfeierlichkeiten werden traditionell große runde Kagami-mochi (Reiskuchen) den Göttern dargeboten, und an diesem Tag werden die Mochi in klein Stücke geschnitten (Kagami-biraki) und in O-zoni (Gemüsesuppe) oder O-shiruko (Azuki-Bohnensuppe) verzehrt. Das Anschneiden bedeutet gleichzeitig das Ende der Neujahrstage. Das Shintō-Ritual des Anbrechens des Reiskuchens wird insbesondere in den Dōjōs verschiedener japanischer Kampfkünste praktiziert, seit Jigoro Kano, Gründer des Judo, es 1884 übernahm. Seitdem hat es sich auch auf Aikido-, Karate- und Jujutsu-Dojos ausgebreitet, die das Ritual immer zum ersten Training im neuen Jahr abhalten.